Briefe in Altersheime

Wer macht mit? Wir schreiben Briefe oder basteln für Bewohner*innen unserer Alters- und Pflegeheime. Schreiben Sie mit und werfen Sie die Briefe in den Briefkasten des GenerationenNetzes, Rathausplatz 1. Oder rufen Sie uns an, um eine persönliche Übergabe Ihrer Bastelarbeit zu vereinbaren, unter Tel. 06164-6429477.

In der Regel an jedem Freitagmorgen bringt Koordinatorin Gabriela Hund die Briefe und Bastelarbeiten in die Pflegeheime.

Diese Idee ist entstanden in der Nachbarschaft Reichelsheim auf www.nebenan.de

Mobile: Ast mit Papierfischen und Botschaft "Bleib lebendig"
Jedes Reichelsheimer Pflegeheim hat ein solches Mobile, gebastelt von Dagmar Kirch, bekommen.

Zu zweit 500 Masken genäht

Gisela Scheve, Birte Undeutsch, jeweils mit Mundschutz, diverse Munschutze auf der Wäscheleine
Gisela Scheve und Birte Undeutsch, die Maskennäherinnen von Reichelsheim

Vor Corona haben sich die beiden Frauen im Repair Café Reichelsheim am Nähtisch engagiert. Seit zwei Monaten haben Gisela Scheve und Birte Undeutsch nun unentwegt genäht: Gesichtsmasken in allen möglichen Formen, insgesamt etwa 500 Stück. Birte Undeutsch erzählt: „Ich habe Masken nach so ziemlich jedem Schnittmuster genäht, gerade und abgerundete, mit Einlagen, mit Schrägbändern oder Gummis, hinter den Ohren oder dem Kopf. Es gibt kein Modell, das für alle passt, jeder hat da unterschiedliche Wünsche und Vorstellungen. Insgesamt habe ich ungefähr 80 Masken genäht, davon ca. 30 fürs GenerationenNetz Reichelsheim, und dann noch mal 20 mit einem Team, davon sind 15 auch ans Netzwerk gegangen.“ Gisela Scheve hat etwa 400 Masken für’s GenerationenNetz und für’s Diakonische Werk Odenwald genäht, außerdem noch einige im persönlichen Umfeld. Im GenerationenNetz wurden bereits weit vor Beginn der Maskenpflicht die Mitarbeiterinnen des Fahrdienstes und deren „Passagiere“ versorgt, außerdem die Einkaufshilfen in Reichelsheim und Brensbach. Das Diakonische Werk hält im Betreuten Wohnen Kontakt zu 201 Personen. Dank des Reichelsheimer Engagements konnten die 37 Mitarbeitenden und ein guter Teil ihrer Klienten ebenfalls mit Masken versorgt werden.

Nachbarn und Familienmitglieder der beiden Näherinnen haben ihre Vorräte an Stoff und Gummiband geplündert und die Materialien gespendet – herzlichen Dank! Weiteres Material hat das Diakonische Werk finanziert.

Birte Undeutsch ist die richtige Handhabung der Masken wichtig: „Wenn sie feucht oder nass werden, nützen sie nichts. Deshalb immer trocknen, bzw. wechseln, nicht länger als 20 Minuten am Stück tragen, danach sind sie vom Atem durchfeuchtet.“ So ihr Tipp, und: „Beim Abnehmen unbedingt darauf achten, dass man nur die Bänder anfasst, wenn man mit den Fingern in die frisch gesammelten Viren greift, ist das Ganze ziemlich sinnlos.“

Gabriela Hund, Koordinatorin des GenerationenNetzes Reichelsheim, dankt den beiden Näherinnen herzlich für ihre Arbeit.