„Gemeinsam nicht mehr einsam“

„Gemeinsam nicht mehr einsam“ –  das GenerationenNetz legt seinen Schwerpunkt auf die Reichelsheimer Außenorte

1.    Zielsetzung

Hauptziel: In drei Außenorten von Reichelsheim entsteht je mindestens ein Projekt, das ältere Menschen vernetzt, ihnen eine größere Teilhabe in ihrem Lebensraum ermöglicht und eine Anlaufstelle für sie vor Ort schafft.

Teilziele:

  1. Die Projektkoordinatorin erstellt in Kommunikation mit örtlichen „ExpertInnen“ eine Sozialraumanalyse, die jeden Außenort für sich betrachtet.
  2. Die BürgerInnen kommen in Bewegung und nehmen intensiver Kontakt miteinander auf.
  3. Die BürgerInnen lassen sich auf einen Prozess der partizipativen Projektentwicklung ein.
  4. Es entstehen motivierende, umsetzbare Projekte, und die BürgerInnen setzen sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten um.
  5. Die BürgerInnen übernehmen Verantwortung für ihr Projekt und erhalten Hilfestellung, wie sie die Projekte nach Ende der Förderung fortführen.

 2. Zielgruppe

Ältere Menschen und ggf. ihre Familien in drei Außenorten von Reichelsheim – und aufgrund des gemeinwesenorientierten Ansatzes „alle, die da sind“

 3. Maßnahmen

Phase 1 Analysen und Vorgespräche (bis 31.03.2017) : Die Projektkoordinatorin (in Personalunion Koordinatorin des GenerationenNetzes) erfasst bekannte Hilfebedarfe von älteren Menschen in den Außenorten und die Bereiche, in denen mehr Teilhabe gewünscht wird. Dazu sind eine Sozialraumanalyse und Gespräche mit ortskundigen Expertinnen und Experten notwendig (Pfarrerinnen, Bürgermeister, Ortsvorsteher  etc.). Außerdem erkundet sie, in welcher Gestalt Anlaufstellen realisierbar sind bzw. Personen als Ansprechpartner/-innen vor Ort geeignet sind (einzelne Personen – Räume, die geeignet sind für Treffs, Veranstaltungen mit geeignetem Profil usw.). Sie erhebt vorhandene Vernetzungen.

Die Projektkoordinatorin konzentriert unter Einbeziehung der Kommune (Bürgermeister, OrtsvorsteherInnen) das Projekt auf 3 Außenorte, in denen unterschiedliche Realisierungschancen für eine Anlaufstelle bestehen. So sollten sich die Außenorte in der Größe und in der Struktur vorhandener Netzwerke unterscheiden, um eine Bandbreite von Möglichkeiten ausprobieren zu können.

Diese Entscheidung ist getroffen: Das Projekt wird stattfinden in Erzbach, Ober-Kainsbach und Unter-Ostern (hier konzentriert auf das Feriendorf, evtl. später mit Öffnung in den Ortsteil).

Phase 2 Aktivierung, Projektentwicklung und –begleitung (01.04.2017-31.08.2018): In diesen drei Orten finden zunächst Infoveranstaltungen statt als Türöffner und zur Vorstellung des Projekts.

In Ober-Kainsbach war die Projektkoordinatorin beim Seniorennachmittag zu Gast, in Unter-Ostern bei der WEG-Versammlung. In Erzbach wird sie beim Dorfstammtisch (nochmals) informieren.

Dann führt die Projektkoordinatorin eine Aktivierende Befragung in Haushalten mit BürgerInnen 60 + in den drei Außenorten durch (in Ober-Kainbach von Mai bis August 2017, in Unter-Ostern voraussichtlich im August, in Erzbach voraussichtlich im August und September 2017). Themen der Befragung sind: Probleme und Stärken im Gemeinwesen; was sollte sich ändern? Wer kann helfen? Was können die BürgerInnen selbst beitragen?

BürgerInnenversammlung und Arbeitsgruppen: Die Ergebnisse der Aktivierenden Befragung werden jeweils bei einer BürgerInnenversammlung präsentiert und diskutiert (in Ober-Kainsbach am 14.08.17, 19.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus). Bearbeitungsperspektiven für Themen werden gesucht, ein oder mehrere Arbeitsgruppen gebildet, um Projekte zu entwickeln (möglichst schon unter ehrenamtlicher Leitung). Fokus liegt auf Vernetzung und Anlaufstellen im Dorf (z.B. Café-Treff, Mitnehmbank, Ansprechperson, Pinnwand, Anrufpartnerschaften …), um eine größere Teilhabe im Sozialraum sicher zu stellen. Ausgangspunkt für die Projekte vor Ort sind die Ressourcen der beteiligten Menschen sowie deren Interessen und Bedürfnisse wie auch das Potential und der Wille der BürgerInnen sich freiwillig zu engagieren. Die drei Außenorte entwickeln jeweils ihren eigenen Weg, tauschen sich aber über das Projekt hinweg regelmäßig aus.

Die entstehenden Projekte werden begleitet und untereinander sowie ggf. nach außen vernetzt.

 Phase 3 Evaluierung, weitere Projektbegleitung und Abschluss (01.04.-31.12.2018): Evaluation der Projekte in den drei exemplarischen Außenorten mit dem Ziel, die Anlaufstellen so zu profilieren, dass sie in Kooperation mit den jeweiligen OrtsvorsteherInnen auf Dauer funktionieren können. Das jeweils konkret entwickelte Projekt basiert auf bürgerschaftlichem Engagement, das auf Zukunft hin – je nach Profil – von der Kommune, der Kirchengemeinde, dem regionalen Diakonischen Werk begleitet und unterstützt wird. Gegen Ende der Projektlaufzeit steht in den drei Außenorten eine entsprechende Informationsveranstaltung.

Das Projekt ist finanziert als DRIN-Projekt.

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